Rund 100 Besucher blicken hinter die Kulissen der HCHS

Gelungener Tag der Offenen Tür im Epidemiologischen Studienzentrum am 5. April 2019

„Ich war einer der ersten, der an dieser Studie teilgenommen hat und will mir heute einen Einblick verschaffen, wie es mit der Studie weitergeht“, erklärt der Hamburger Alfred Fikota. Durchweg interessierte Stimmen wie diese waren am Tag der offenen Tür des Epidemiologischen Studienzentrums am 5. April von den zahlreichen Besucherinnen und Besuchern zu hören. Viele aktive Studienteilnehmer der großen Gesundheitsstudie Hamburg City Health Study des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) sowie zahlreiche Mitarbeiter des UKE wollten wissen, wie ihre anonymisierten Daten verarbeitet werden und welche Ziele, Visionen und Neuigkeiten sich aus der laufenden Studie ergeben.
„Bereits rund 12.000 Hamburgerinnen und Hamburger haben seit 2016 die Studie durchlaufen. Wir haben jetzt einen validen Datensatz, der nun von den UKE-Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zu unterschiedlichen Fragestellungen ausgewertet wird. Unser Ziel ist, den Gesundheitszustand von insgesamt 45.000 Hamburgerinnen und Hamburgern im Alter von 45 bis 74 Jahren zu ermitteln und die Ursachen der häufigsten Volkskrankheiten herauszufinden“, freut sich Dr. Annika Jagodzinski, Leiterin des Epidemiologischen Studienzentrums. 

Einzelne Untersuchungsstationen gaben Einblicke in das HCHS-Studienprogramm, demonstrierten Untersuchungen wie beispielsweise Lungenfunktion, Ultraschall der Halsschlagadern, Augen- und Demenztests. Viele Fragen wurden gestellt und ausführlich vom Team des Epidemiologischen Studienzentrums beantwortet. Ergänzende Informationen bot die Posterausstellung der Absolventen der durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten e:MED Summer School „COME“. Die Absolventen der Summer School veranschaulichten exemplarisch den Weg von den anonymisierten Daten bis zu möglichen neuen Behandlungsmethoden. 19 Doktoranden und Postdoktoranden aus den Bereichen Medizin, Biologie, Bioinformatik, Statistik und Gesundheitswissenschaften waren für die Summer School aus ganz Europa angereist, um interdisziplinär zum Thema Systemmedizin unter der Leitung von Prof. Dr. Tanja Zeller zu arbeiten. Die Erfahrungen und Ergebnisse der einwöchigen Summer School wurden im Rahmen des Tages der offenen Tür der Öffentlichkeit präsentiert.